Claude Cowork: Dein KI-Kollege im Büro

Claude Cowork wurde am 12. Januar 2026 von Anthropic als Research Preview gestartet, seit Februar 2026 ist es als Enterprise-Produkt verfügbar. Der Unterschied zu bisherigen KI-Assistenten ist konkret: Claude bekommt Zugriff auf deine Ordner und Dateien — und erledigt Aufgaben ohne dass du jeden Schritt vorgeben musst.

Was das in der Praxis bedeutet: Du sagst Claude "Erstell mir aus dem Angebots-Template im Drive-Ordner ein fertig ausgefülltes Angebot für den neuen Kunden, schreib dazu eine kurze Begleit-E-Mail und trag den Termin in meine Aufgabenliste ein." Claude liest die Vorlage, füllt sie aus, schreibt die Mail und meldet sich wenn alles fertig ist.

Konkrete Anwendung für Hotellerie und Gastronomie: Klaus betreibt drei Restaurants in Innsbruck. Jeden Monat kostet ihn das Erstellen von Dienstplänen, Bestelllisten und Mitarbeiter-Kommunikation rund 6–8 Stunden. Mit Claude Cowork kann er einen Workflow aufsetzen, bei dem Claude die Bestandslisten im freigegebenen Ordner liest, daraus automatisch Bestellvorschläge erstellt und als E-Mail-Entwurf ablegt. Klaus prüft, genehmigt, fertig.

Integrationen (Stand März 2026):

Preise (Anthropic, Stand März 2026):

Für einen Einzelbetrieb oder ein kleines Team ist der Einstieg bei $25 pro Seat also überschaubar.

Perplexity Computer: Komplexe Prozesse auf Autopilot

Perplexity Computer wurde am 25. Februar 2026 gestartet. Das Konzept geht deutlich weiter als Cowork: Das System orchestriert bis zu 19 verschiedene KI-Modelle und sogenannte Sub-Agenten — also spezialisierte Teilprogramme für bestimmte Aufgaben. Diese arbeiten zusammen um Workflows zu erledigen, die Stunden oder Tage dauern können.

Was das konkret heißt: Du gibst den Auftrag "Recherchiere die 10 größten Hotels in Tirol, erstelle eine Wettbewerbsanalyse mit Preisen, Bewertungen und Buchungskanälen und schreib eine Zusammenfassung auf zwei Seiten." Perplexity Computer surft selbstständig im Netz, liest Seiten, verarbeitet Daten, ruft APIs auf und liefert ein fertiges Dokument — ohne weitere Eingabe deinerseits.

Im März 2026 hat Perplexity zusätzlich den "Personal Computer" vorgestellt: eine Software, die auf einem dedizierten Gerät (etwa einem Mac mini) läuft und damit auch lokalen Dateizugriff ermöglicht. Für Unternehmen gibt es die "Computer for Enterprise"-Variante, die Perplexity offen als Konkurrenz zu Microsoft und Salesforce positioniert.

Preise (Perplexity, Stand März 2026):

Der Unterschied — und warum er für dich relevant ist

Beide Tools arbeiten eigenständig. Der wesentliche Unterschied liegt im Anwendungsbereich:

Claude Cowork ist ein Büro-Assistent für Wissensarbeit. Es greift auf deine bestehenden Dateien und Kommunikationskanäle zu und erledigt klar definierte Aufgaben: Dokumente erstellen, E-Mails schreiben, Abläufe koordinieren. Wer bereits Google Workspace oder Microsoft 365 nutzt, kann heute einsteigen.

Perplexity Computer ist für komplexe Prozessautomatisierung gebaut. Es eignet sich für mehrstufige Recherchen, Datenverarbeitung aus verschiedenen Quellen und lange Workflows, die viele Zwischenschritte haben. Die Stärke liegt in der Tiefe — und in der Fähigkeit, Informationen aus dem Internet direkt zu verarbeiten.

Preislich: Cowork beginnt bei $25/Seat, Perplexity Computer bei $200/Monat. Das allein zeigt schon, für wen was gedacht ist.

Ehrliche Einschätzung: Wer sollte jetzt handeln?

Claude Cowork ist heute sinnvoll für dich wenn:

Wer mit Cowork warten sollte:

Perplexity Computer: Jetzt noch nicht für die meisten KMUs. $200/Monat für ein Tool, das erst eingerichtet und trainiert werden muss, ist ein erheblicher Einsatz. Die Technologie ist beeindruckend — für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern ist der Break-even aber schwer zu erreichen, solange kein dedizierter Prozess-Owner vorhanden ist, der das System betreut.

Ausnahme: Betriebe mit sehr datenintensiven Abläufen (z. B. Tourismusbetriebe mit komplexem Revenue-Management oder Importeure mit laufender Marktbeobachtung) können Perplexity Computer jetzt schon sinnvoll einsetzen.

Was du heute tun kannst

Wenn du Google Workspace oder Microsoft 365 nutzt und regelmäßig Zeit mit Dokumenten verbringst, ist Claude Cowork der sinnvollste erste Schritt. Der Einstieg kostet $25/Monat pro Person — das entspricht weniger als einer Stunde Lohnkosten in den meisten Branchen.

Unsere Empfehlung: Einen einzigen Workflow auswählen, der dich jeden Monat mindestens 2 Stunden kostet, und Claude Cowork dort testen. Nicht zehn Dinge gleichzeitig. Einen.

Wenn du nicht weißt wo du anfangen sollst oder ob das überhaupt zu deinem Betrieb passt — schreib uns einfach kurz. Wir schauen uns an was bei dir wirklich Zeit kostet.

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